
Im kleinen Ort Kövening, in der Moselgemeinde Kröv wurde das ehemalige Wohnhaus eines Weinbauern behutsam saniert und zu einem zeitgemäßen Ferienhaus weiterentwickelt. Ziel der Planung war es, den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig eine moderne, komfortable Wohnqualität zu schaffen.
Ein zentrales Element des Entwurfs war die Öffnung der Gartenseite in Richtung Mosel. Großzügige Verglasungen, sowie zwei neu eingefügte Zwerchgauben bringen zusätzliches Tageslicht in die Räume und stärken den Bezug zur besonderen Landschaft des Moseltal. Die Aussicht und die Nähe zur Natur werden damit zu einem prägenden Bestandteil des Wohnens.
Im Erdgeschoss wurde die bestehende Raumstruktur neu organisiert. Ein großzügiger Durchbruch verbindet Küche und Wohnbereich zu einem offenen Lebensraum, der den Mittelpunkt des Hauses bildet. Das ehemalige Weinlager erhielt eine neue Nutzung und wurde zu einem großzügigen Wellnessbereich umgebaut, der den Charakter des Hauses als Ferienwohnsitz zusätzlich stärkt.
Auch bei der Materialwahl wurde der regionale Charakter des Gebäudes bewusst aufgegriffen. Der Sockelbereich und das Kellergeschoss wurden gedämmt und mit einer Verblendung aus regionalem Bruchstein gestaltet – ein typisches Element der Moselarchitektur. Die Obergeschosse erhielten eine energetische Dämmung mit mineralischem Putz, während das Dach mit Schiefer gedeckt wurde und damit ein weiteres traditionelles Material der Region aufgreift.



Eine besondere Herausforderung stellte die Hanglage des Grundstücks im Moseltal dar. Gemeinsam mit der Bauherrschaft wurde ein Freiraumkonzept entwickelt, das die unterschiedlichen Ebenen des Gebäudes sinnvoll mit den Außenbereichen verbindet. Durch gezielte Terrassierungen und Wegeführungen konnten Haus und Landschaft miteinander verzahnt werden.
Im Zuge der Planung wurde zudem der Bereich der Stellplätze neu organisiert. Das Gelände wurde angehoben und als Plateau ausgebildet, sodass ein ebenerdiger Stellplatz entstehen konnte und das bisherige Parken auf der steilen Fläche entfiel.
So entstand ein Haus, das den historischen Bestand respektiert und zugleich neue räumliche und funktionale Qualitäten schafft – sensibel im Umgang mit der vorhandenen Struktur und gleichzeitig offen für zeitgemäßes Wohnen.


