
Im Rahmen dieses Projekts wurde ein bestehendes Einfamilienhaus für eine junge Familie umfassend saniert und räumlich neu organisiert. Ziel der Planung war es, die vorhandene Bausubstanz behutsam weiterzuentwickeln und gleichzeitig mehr Offenheit, Licht und funktionale Klarheit in die Grundrissstruktur zu bringen.
Im Erdgeschoss wurde der bestehende Wohn- und Küchenbereich durch einen kompakten Anbau erweitert. Dadurch entstand eine großzügigere, zusammenhängende Wohnzone, in der Kochen, Essen und Wohnen räumlich miteinander verbunden sind und den zentralen Bereich des Familienlebens bilden.
Parallel dazu wurde im Erdgeschoss ein eigener Bereich für die Kinder geschaffen. Zwei Kinderzimmer mit einem gemeinsamen Bad bilden eine eigenständige Einheit, die Rückzugsmöglichkeiten bietet und gleichzeitig in das Gesamtgefüge des Hauses eingebunden bleibt.


Im Zuge der Sanierung wurde auch das Dachgeschoss genehmigt und ausgebaut. Hier entstand ein ruhiger Elternbereich mit Schlafzimmer, Bad und Arbeitsplatz. Die klare vertikale Gliederung der Funktionen ermöglicht eine ausgewogene Verteilung der privaten und gemeinschaftlichen Bereiche innerhalb des Hauses.
Ein prägendes Element des Entwurfs ist der neu geschaffene Luftraum über dem Küchen- und Essbereich. Vier großzügige Dachfenster bringen zusätzliches Tageslicht tief in das Gebäude und stärken die räumliche Wirkung der zentralen Wohnzone.
Der Entwurf zeigt, wie durch gezielte Eingriffe in die bestehende Struktur ein zeitgemäßes, familiengerechtes Wohnhaus entstehen kann, das den vorhandenen Bestand respektiert und zugleich neue räumliche Qualitäten schafft.

